Sicherheit
Gefährliche Facebook Fallen – Achtsam sein
Gefährliche Facebook-Fallen
Statusmeldungen für jeden sichtbar
Viele Nutzer gehen in Facebook nur allzu leichtfertig mit privaten Informationen und Meinungsäußerungen um. Neben Statusmeldungen stellen die Mitglieder auch Fotos, Videos, und Links zu Internetseiten ein. Bei den Standard-Einstellungen werden jedoch nicht automatisch alle Einträge nur mit den eigenen Freunden ausgetauscht. Wer sich beispielsweise einen neuen Facebook-Account erstellt, teilt automatisch seinen Beziehungsstatus, seine Verwandtschaften, seine gesamten Statusmeldungen und vieles mehr mit dem gesamten Netzwerk.
So sieht der Chef genau, wenn Sie über ihn oder die Firma lästern. Achten Sie deshalb immer darauf, wer Ihre Einträge mitlesen darf und sorgen Sie für die richtigen Privatsphäre-Einstellungen.
Prahlerei lockt Kriminelle an
In Facebook ist es einfach, mit neuen Errungenschaften anzugeben. Wer das jedoch tut, setzt sich einer besonderen Gefahr aus. Neues Auto, neue, sündhaft teure Kaffeemaschine, vielleicht etwas Schmuck – wer von solchen Käufen auf seiner Pinnwand bei Facebook erzählt, macht sich zum Ziel für Kriminelle. Denn die wissen ab sofort, dass es bei Ihnen etwas zu holen gibt. Seien Sie also sparsam mit solchen Informationen. Teilen Sie ihre Freude über den Kauf auf die altmodische Weise und erzählen Sie Ihren Freunden persönlich davon.
Ähnlich verhängnisvoll kann die Ankündigung eines anstehenden Urlaubs sein. Wenn Sie in Facebook schreiben, dass Sie die kommenden zwei Wochen nicht zu Hause sind, erfahren dies vielleicht nicht nur Ihre Freunde. Kriminelle könnten mitbekommen, dass Ihr Haus in dieser Zeit unbewacht ist. Halten Sie sich also am besten mit öffentlichen Nachrichten über Ihre Abwesenheit zurück.
Ungewollt Facebook-Spam versenden
Facebook bietet eine Suchfunktion, den sogenannten Freundefinder an, der E-Mail-Datenbanken von Outlook, anderen Mail-Programme, Webmaildienste sowie Handykontaktinformationen durchsuchen kann. Diese Funktion ist sehr umstritten, da Facebook dabei die E-Mail-Adressen von Nichtmitgliedern einsammelt. Somit sind Sie bei der Benutzung der Funktion dafür verantwortlich, dass Bekannte und Freunde von Ihnen ohne Ihr WissenFacebook-Einladungen zugeschickt bekommen. Suchen Sie deshalb besser über die Namen-Suchfunktion nach neuen Freunden und verzichten Sie auf den Freundefinder.
Wenn Sie den Freundefinder schon benutzt haben, können Sie mit diesem Link die hochgeladenen Daten löschen: http://www.facebook.com/contact_importer/remove_uploads.php
Öffentliche Party veranstalten
Die Hamburgerin Thessa lud auf Facebook versehentlich unzählige Leute zu ihrem Geburtstag ein. 1600 Menschen kamen, feierten – und einige randalierten. Damit Ihre Veranstaltung nicht ähnlich aus dem Ruder läuft, sollten Sie immer darauf achten, dass die Einladung nur für Ihre ausgewählten Freunde sichtbar ist. Dazu müssen Sie in Facebook bei der Erstellung einer Veranstaltung das Häkchen vor “Jeder kann diese Veranstaltung sehen und für sie zu-/ absagen (öffentliche Veranstaltung)” entfernen.
Achtung: Auch wenn Sie Empfänger einer Nachricht sind, die an viele Menschen geht, schreiben Sie im Antwortfeld automatisch an alle zurück. Auch an Nicht-Freunde. Was eine sehr praktische Funktion für die Abstimmung in einer Gruppe ist, kann so schnell peinlich werden. Achten Sie deshalb immer darauf, wer mitliest. Bei Nachrichten gibt es, anders als bei der Pinnwand, zudem keine Möglichkeit die eigenen Einträge zu löschen.
Fremde Personen als “Freunde” hinzufügen
Fremde Personen, die Sie in Facebook hinzufügen, können Ihren Computer gefährden. Zwar werden innerhalb von Facebook keine für den Computer schädlichen Viren verbreitet, trotzdem können Nachrichten und Links von angeblichen Freunden durchaus Verlinkungen auf externe Internetseiten enthalten, auf denen dann ein Computer-Virus lauert. Nehmen Sie deshalb am besten nur Personen in Ihre Freundesliste auf, die Sie auch wirklich kennen. Alternativ können Sie in Facebook auch eine Benutzergruppe mit beschränkten Rechten anlegen und die unbekannte Person in diese Gruppe einordnen.
Bei der Ablehnung einer Freundschaftsanfrage ist Facebook sehr diskret. Wenn ein Mitglied eine Freundschaft verweigert oder ein anderen Nutzer in die Blockierliste einträgt, wird das dem Betroffenen nicht angezeigt.
Urheberrechtlich geschützte Bilder verwenden
Wenn Sie Bilder in Facebook hochladen, sollten Sie immer immer auf das Copyright der Werke achten. Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie selbstgeschossenes Fotos verwenden, denn daran besitzen Sie die Rechte. Wer sich nicht daran hält und ungefragt fremde Bilder verwendet – egal ob reale Fotos oder etwa Comiczeichnungen –, wird zum Ziel für Abmahn-Anwälte. Und das kann teuer werden.
Auch Ihr Facebook-Profilbild sollte keine Bilder von Stars oder aus Filmen enthalten. Eine nachträgliche Bearbeitung der Fotos reicht nicht immer aus. Das neue Bild muss eine gewisse eigene Schaffenshöhe erreichen, also so stark verfremdet werden, dass das Ausgangsbild nicht mehr erkennbar ist. Möchten Sie keine selbstfotografierten Bilder bei Facebook hochladen, gibt es zahlreiche Anlaufstellen für lizenzfreie, also kostenlose Bilder, beispielsweise pixelio.de oder stock.xchng.
Ausloggen nicht vergessen
Ohne den Nutzer zu fragen sammelt Facebook nicht nur private Informationen, sondern kann auch das Surfverhalten speichern. Loggen Sie sich deshalb immer aus, wenn Sie Facebook verlassen. Das Soziale Netzwerk kann sonst das weitere Surfverhalten mit verfolgen, da auf vielen Internetseiten inzwischen eine Facebook-Applikation wie etwa der “Gefällt mir”-Button eingebunden ist. Solange die aktuelle Browsersitzung gestartet ist und Sie in Facebook eingeloggt sind, sammelt das Netzwerk fleißig Daten über Sie.
Quelle: t-online.de
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